Der süsse Start ins Berufsleben. Lernendenlager der Schweizer Zucker AG
«Der süsse Start ins Berufsleben»: So lautet das Motto der Schweizer Zucker AG für ihre neuen Lernenden. Und süss beginnt die Lehre tatsächlich: Bereits in der ersten Augustwoche geht es für die Berufseinsteiger nicht direkt nur an den Arbeitsplatz, sondern zunächst ins traditionelle Lehrlingslager in den Bergen.
Für Lernende im ersten Lehrjahr ist die Teilnahme obligatorisch. Die Lagerwoche bietet eine ideale Gelegenheit, Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen Unternehmen kennenzulernen und erste Freundschaften zu knüpfen. In den folgenden Lehrjahren ist die Teilnahme freiwillig. Die konstant hohe Beteiligung zeigt jedoch deutlich: Wer einmal dabei war, kommt gerne wieder.
Die Schweizer Zucker AG ist ein einzigartiges Unternehmen. An den Standorten Aarberg BE und Frauenfeld TG betreibt sie die einzigen beiden Zuckerfabriken der Schweiz. Hier werden Zuckerrüben mithilfe klimafreundlicher Energie zum beliebten weissen Genussmittel verarbeitet. Besonders ist auch die Saisonalität der Zuckerproduktion. Während der Rübenkampagne vom Spätherbst bis in den Februar laufen die Werke auf Hochtouren. In dieser intensiven Zeit wird die Stammbelegschaft durch saisonale Mitarbeitende unterstützt.
Die Ausbildung des Nachwuchses hat bei der Schweizer Zucker AG einen hohen Stellenwert. Angeboten werden Lehrstellen in vier spannenden Berufsfeldern: Elektroinstallateur/in EFZ, Logistiker/in EFZ, Polymechaniker/in EFZ sowie Kaufmann/-frau EFZ.
In diesem Jahr machten sich 18 Lernende gemeinsam mit zwei Betreuungspersonen aus Aarberg und Frauenfeld auf den Weg ins bündnerische Trans im Domleschg. Dort wartete nicht nur frische Bergluft, sondern auch echte Teamarbeit. Unter der Leitung von Simon Zeltner vom Forstbetrieb Domleschg packten die Jugendlichen tatkräftig an. Mehrere Tage lang räumten sie Waldschneisen von Ästen und Holzresten frei und das in teils steilem Gelände. Da blieben kleine Rutschpartien auf dem trockenen Waldboden nicht aus und sorgten neben der Arbeit auch für den einen oder anderen Lacher.
Übernachtet wurde im ehemaligen Schulhaus von Trans, das für die Woche zum gemeinsamen zuhause wurde. Natürlich kam auch der Spass nicht zu kurz. Ein Besuch auf der Minigolfanlage stand ebenso auf dem Programm wie zahlreiche gemeinsame Erlebnisse abseits der Arbeit.
Am Besuchstag stand die Pflege einer Waldweide auf dem Plan. Die Lernenden entfernten junge Tannen und Lärchen, um die Fläche offen zu halten. Besonders erfreulich war das ausgezeichnete Miteinander zwischen den Jugendlichen und den Betreuungspersonen. Entsprechend positiv fiel auch das Fazit von Simon Zeltner und dem Betreuungsteam aus: Die motivierte und engagierte Truppe hinterliess einen rundum überzeugenden Eindruck.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Lernenden, den Betreuungspersonen unter der Leitung von Werner Schoch sowie dem Forstbetrieb Domleschg mit Simon Zeltner. Mit ihrem Einsatz, ihrer Begeisterung und ihrem Teamgeist haben sie diese Lagerwoche zu einem vollen Erfolg gemacht.
Lucas Casanova, Ehrenamtlicher Experte Schweizer Berghilfe
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