Schulklasse aus Wädenswil packt im Unteralptal an
Die Schulklasse OS Wädenswil-Au, Schulhaus Steinacher 1, in 8804 Au, ZH mit Cüneyt Camci, logierte in der Woche vom 15. Juni 2026 bis 19. Juni 2026 in der Jugendherberge Hospenthal und leistete wichtigen und geschätzten Arbeitseinsatz im Unteralptal, Andermatt bei Familie Frieda und Beat Steffen.
Lehrer Cüneyt Camci wurde auf die Projekte der Bergversetzer der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für das Berggebiet SAB und der Schweizer Berghilfe aufmerksam. Er liess sich motivieren mit seiner Klasse hier einzusteigen.
Die Zielsetzung der Woche: Kennenlernen einer Region in den Schweizer Alpen, Leistung eines Beitrages für die Bergbevölkerung und Stärkung des Klassengeistes.
Frieda und Beat Steffen, Andermatt, bewirtschaften die steilen Grünflächen in Andermatt mit Schafen. Aktuell gibt es noch 2 Schafhalter in Andermatt. Die Wirtschaftlichkeit und die Arbeitsbelastung liessen die Betriebe über die letzten Jahrzehnte von 15 Betrieben auf 2 Betriebe schrumpfen. Diese Entwicklung zeigt ein wenig die Problematik der Entvölkerung der Bergebiete wegen der harten Arbeit und dem geringen Einkommen in der Urproduktion.
Während drei Tagen engagierten sich 26 Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrpersonen bei Familie Steffen. Der Arbeitsort ist der Liegenschaftsteil Matill am Eingang zum Unteralptal. Das Unteralptal liegt südlich des Operalppasses und östlich des bekannten Gemsstockes. Am Ende des Tales trifft man auf die bekannte Vermigelhütte, die Ausgangspunkt für viele Wanderungen ist.
Die Hauptarbeit der Jugendlichen war das Entbuschen der Grünlandflächen von Wachholder und Alpenrosen. Mit Heckenscheren und kleinen Sägen wurden die Sträucher möglichst nahe am Boden abgeschnitten und bei der Alphütte zwischengelagert. Der Arbeitsplatz war steil und anspruchsvoll. Trotzdem war die Stimmung gut. Die Getränke und Backwaren der Familie Steffen leisteten auch ihren Beitrag dazu.
Die Familie Steffen äusserte sich sehr wertschätzend zur Unterstützung der Schulklasse aus Wädenswil-Au und ist dankbar.
Für die Jugendlichen war die Woche ein eindrückliches Erlebnis und sie ermöglichte eine Annäherung an ein Leben in den Bergen.
Fred Estermann, Experte Schweizer Berghilfe
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