Realgymnasium Rämibühl (ZH) im Einsatz auf einer Alp bei Boltigen (BE)

Eine Schulklasse des Realgymnasium Rämibühl aus Zürich war Anfang Oktober 2021 eine Woche auf der Alp Scheidwegen bei Boltigen (BE) für einen bergversetzer-Einsatz.

Die 20 Schülerinnen und Schüler entfernten im Weideland Disteln, säuberten Waldränder und verbrannten das Schnittgut vor Ort. Einige aus der Klasse hackten auch fleissig Holz, damit jeden Tag genug fürs Heizen bereit lag. Dabei kamen bei den Gymnasiasten bei der Arbeit nebst den positiven Erfahrungen auch kritische Fragen auf, so z.B.: «Wie verhält es sich mit der Biodiversität, wenn wir Disteln entsorgen?“, oder „Wie verhält es sich mit der Luftverschmutzung, wenn wir nebst Ästen auch Kehricht aus der Landwirtschaft verbrennen?» Diese und viele andere Themen diskutierten die Jugendlichen in dieser Einsatz-Woche vom 4. bis 8. Oktober intensiv. Geleitet wurde die Gruppe von der Lehrerin Kathy Lieb und von Emanuele Jannibelli.

Bei garstigem Wetter mit Schneefall konnten die Jugendlichen jedoch nur einen Teil der Arbeiten ausführen. Trotzdem war die Woche ein grosses Erlebnis, lernten die Jugendlichen doch die schwierigen Verhältnisse in der Alpwirtschaft kennen, insbesondere auch die steten Wetterveränderungen in den Alpen. Ein Höhepunkt war die Bergtour in der Mitte der Woche. Unter der kundigen Führung von Emanuele Jannibelli  – er ist SAC Mitglied und erfahrener Berggänger – bestiegen alle zusammen das Niederhore 2078 m.ü.M. Auch an diesem Tag windete und schneite es. Gemäss Aussage der Beteiligten war diese Tour gerade auch wegen des schlechten Wetters ein eindrückliches Erlebnis. Trotz der misslichen Wetterverhältnisse wird die Woche für alle Beteiligten in guter Erinnerung bleiben.

 

 


Karl Klossner, Experte der Schweizer Berghilfe

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